Blau machen: Hortensien

Wer in diesem Jahr seine Hortensien einmal in Blau umfärben will, oder das alte schöne Blau wiederherstellen will, der muss im frühen Frühjahr handeln und zwar muss man den Boden sauer halten und der Pflanze Aluminiumsalze geben.

Üblicherweise sind die meisten Bremer Böden sauer, aber wenn der Bauschutt um das Haus verteilt wurde, mit Kalk gedüngt wurde – andere Pflanzen brauchen das – oder mit zu viel Leitungswasser gewässert wird, ist es sinnvoll den Boden mit Torf oder mit Rhododendronerde aufzubessern und im Notfall mit regelmäßigen Essiggaben nachzuhelfen.

So, sauer ist der Boden schon, nun das Aluminium. Meist ist auch das schon im Boden, und löst sich, wenn das Bodenwasser einen niedrigen Ph- Wert hat. Will man dennoch nachhelfen, gibt es besondere Hortensienblaudünger zu kaufen oder man besorgt sich Alaun in der Apotheke. Bei der günstigsten Variante plündert man Opas Badezimmerschrank und zerbröselt den Blutstillerstift oder einen alten Deostift und düngt damit die Hortensien.

Hier noch eine Pflanze, die unbedingt Kalk benötigt: die weiße Christrose – Heleborus niger. Diese sollte man unbedingt am Sonntagsfrühstück teilnehmen lassen: im Sommer, indem man ihr die leeren Eierschalen unter den Blätterrock krümelt, um dann im Winter Ihre Blüten in Empfang zu nehmen und auf dem Sonntagstisch zu dekorieren. Das ist ein Naturkreislauf!

Noch einmal zurück zu den Hortensien. Das leidige und schwierige schneiden. Normalerweise sollten sie gar nicht geschnitten werden, da sie schon im letzten Jahr Ihre Knospen gebildet haben, die dann der Schere mit zum Opfer fallen. Manchmal müssen sie aber gekürzt werden, da sie zu lang geworden sind. So geht man am besten jedes Frühjahr daran und kürzt immer die längsten um die Hälfte. So blüht sie jedes Jahr und bleibt kompakt.

Ansonsten gilt für die Hortensien: viel Wasser, Licht aber keine direkte Sonne  und etwas geschützt stellen. Also bestens für Bremer Gärten

Rasen, Moos oder Wiese

Wer faul ist und nicht die höchsten Ansprüche hat, braucht den Rasen nicht düngen und auch nicht vertikutieren, denn Moos ist ja auch grün.

Auch wer eine Wiese haben will braucht nicht zu düngen . mit Geduld kommen die schönen Wiesenkräuter, wie Wiesenschaumkraut, von selber wieder.

Will man dieses fördern empfehlen sich Kräuter zum Aussehen. Es werden kleine Placken aufgeharkt oder umgegraben und hierhinein ausgesät, sonst können sich die jungen Pflanzen nicht gegen die Gräser durchsetzen.

Kornblumen und Mohn sind keine Wiesen- sondern Ackerkräuter denn diese brauchen einen jährlich umgegrabenen Boden. Diese sind aber häufig in Wiesenmischungen zu finden, dann ist die Wiese zwar im ersten Jahr schön bunt aber im zweiten Jahr ist man enttäuscht, erst dann fangen aber die echten Wiesenkräuter an zu blühen, da sie im ersten Jahr nur gewachsen sind.

Die beste Variante eine blühende Wiese zu bekommen ist, Wiesenkräuter als fertige Stauden zu kaufen und in die Wiese einzupflanzen, dies empfiehlt auch der botanische Garten in Hannover, wo ich mit meinen Kommilitonen gelernt habe.

Ein gepflegter Rasen muss gedüngt, etwas gekalkt und zweimal im Jahr vertikutiert werden.

Zunächst wird vertikutiert, dann kann man Eisensulfat streuen um das restliche Moos zu stoppen. Das Moos verfärbt sich danach schwarz und muss noch abgeharkt oder vertikutiert werden. Zum Düngen nimmt man nur einen guten Langzeitdünger und nicht Blaukorn, das macht den Rasen dunkelgrün gefleckt.

Kalk ist wichtig für einen gesunden Rasen und er wirkt auch etwas gegen das Moos.

Aber seien Sie sich darüber im Klaren, dass ein perfekter Rasen diese Pflege sehr regelmäßig braucht, und wenn gut gedüngt wird muss man auch ein bis zweimal in der Woche mähen.

Noch ein Tipp zum Rollrasen. Es ist zwar sehr verführerisch in einem Tag einen grünen Teppich zu haben, doch es gab schon viel Enttäuschung über die weitere Rasenentwicklung, denn im Rollrasen sind viele verschiede Rasensorten, und auf dem endgültigen Standort setzen sich die einen durch und die anderen verschwinden, und so wirkt er manchmal kahl.

Die besten Ergebnissee erzielt man wenn Rollrasen nur in voller Sonne benutzt.

Sie haben neugebaut? Lassen Sie sich Zeit zum Ideensammeln und sähen sie im ersten Jahr nur Ringelblumen oder Lupinen aus.

Der Filmbeitrag vom März 2011 wurde im center.tv – Weser|Zeit ausgestrahlt.

Ein weiterer Filmbeitrag wurde im ZDF am 28.03.2007 ausgestrahlt.

“Richtige Rasenpflege”
Damit er im Sommer richtig schön grünt, ist jetzt noch einiges zu tun. Vertikutieren, Düngen und Nachsäen sind unerlässlich für einen dichten und gepflegten Rasen.